Auf nichts Unumstößliches stoßen Leserinnen und Leser in diesem Blog. Alles ist Überlegung, nichts Überlegenheit. Standpunkte sind springende Punkte und Punktlandungen selten.
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Sonntag, 1. Juni 2025

There is no sign of peace

Mit Frieden ist nichts zu machen. 

(Alle Buchstaben falsch.) 


Das garstige Böse gewinnt das Spiel. 

Montag, 4. November 2024

Dem Volk aufs Transparent geschaut

Am 4.11.1989 zitierte Christa Wolf auf dem Berliner Alexanderplatz Losungen Demonstrierender. 

https://www.youtube.com/watch?v=SSk-ytE9c20 

Trittbrettfahrer zurücktreten! 

Rechtssicherheit spart Staatssicherheit! 

Stell dir vor, es ist Sozialismus und keiner geht weg! 

Was tun? Was tun! 

Ein Vorschlag für den 1. Mai: Die Führung zieht am Volk vorbei! 

Wir sind das Volk! 

Montag, 25. Dezember 2023

Ernährungsunsicherheit

Die humanitären Katastrophen in der Sahara und südlich davon sowie im südlichen Asien sind Hungersnöte. 

In Gaza indes herrscht Ernährungsunsicherheit. 

Liebe Nachrichtensprecher und -sprecherinnen, warum so euphemistisch? 

Weil Gaza laut fünfstufiger IPC-Skala (Integrated Food Security Phase Classification), die von Ernährungssicherheit bis Hungersnot reicht, das Schlimmste erst noch bevorsteht? 

Oder aufgrund von Diplomatie? 

Wer kuscht vor wem? 

Sonntag, 16. Januar 2022

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Gegenderte Personenbezeichnungen im Deutschen

Überlegung anhand exemplarischer Beispiele aus dem öffentlichen Nahverkehr

Maskenmuffel riskieren mindestens 50 Euro.

So kann der Satz natürlich nicht bleiben, denn alle, die diese Ansage hören, sehen vor ihren inneren Augen sofort männliche Tiere. Da unmaskierte Frauen nicht ungestraft bleiben dürfen, sind Muffel*innen zu warnen.

Schwarzfahrer zahlen ein erhöhtes Beförderungsentgelt.

Auch dies wäre eine unzulässige materielle Bevorzugung von Frauen, also bitte Schwarzfahrer*innen.

(Oder sollen wir Menschen ohne gültigen Fahrausweis in öffentlichen Verkehrsmitteln als blinde Passagier*innen bezeichnen, weil der Wortbestandteil schwarz rassistisch ist? Diese alternative Formulierung ist allerdings ebenfalls tabu, denn die Verwendung des Adjektivs blind in direktem Zusammenhang mit dem Erschleichen einer Beförderungsdienstleistung stellt eine Diskriminierung von Menschen mit Sehbehinderung dar.)

Fahrgäste nach Messe Nord/ICC steigen bitte hier in die Ringbahn um.

Fahrgäst*innen muss es heißen.

Und nicht zuletzt:

Der Zugverkehr ist zur Zeit unterbrochen. Grund dafür ist ein Personenschaden.

Wie bilden wir von der Person, diesem weiblichen Wort, das u.a. auch Männer meint, den korrekten Plural?

Vorschlag:

Wir versachlichen das Problem. Alle Menschen und Tiere werden sächlich. Als Vorbild dient das Kind – die Kinder.

Demnächst in diesem Blog:

Gegenderte Indefinitpronomen im Deutschen

Mittwoch, 7. Februar 2018

#Bätschi!

„Bätschi!“, kommentierte ich per WhatsApp die deutsche Innenpolitik. „Bätschi? Ist das arabisch?“, fragte mich daraufhin – offenbar offline – die Adressatin meines Kommentars. „Wenn das arabisch ist“, grinse ich seitdem in mich hinein, „ist die designierte SPD-Vorsitzende sozialdemokratisch.“

Freitag, 26. Januar 2018

Die spinnen, die Araber!

Araber – die allermeisten – tun sich mit dem Deutschen schwer. Ebenso ergeht es Deutschen, beispielsweise mir, mit deren Sprache. Grammatik sei hier unerwähnt, Worte klanglich zu erfassen und zu sprechen, ist Unmöglichkeit schlechthin und die Verschriftung... Ach, schweigen wir! (Gelobt allein sei die Ästhetik!) Aber okay. Dass Araber arabisch schreiben, lässt sich logisch nachvollziehen. Doch warum die Zahlen nicht?! Die indischen statt uns bekannter nehmen sie!
Sie wollen nicht verstanden werden?

Samstag, 20. Januar 2018

Wem gehört das Fahrrad bei mir hier?

Ssalaam,

als Deutsche unter Migranten, viele aus Nahost, bin ich im Berliner Wedding mehr Frage als Antwort.
Ich sehe kaum Gemeinsamkeit und suche sie auch nicht. 
Mich reizt der Unterschied. Doch muss es Missverständnis sein? Permanent? 

Araber und Deutsche tun sich miteinander schwer. 

Beider Sprachen im Vergleich – ein erster Schritt? 

Auf Deutsch heißt es: „Ich habe ein Fahrrad“ und damit ist Besitz gemeint. (Manche besitzen auch Angst, Sorgen, Probleme...)

Arabisch kennt kein deutsches Haben, oder? Man sagt wohl: „Ein Fahrrad ist bei mir“; Ein und Präsens-Formen von Sein entfallen.

Wer „Fahrrad bei mir“ mit „Ich habe ein Fahrrad“ übersetzt, hat meistens recht, jedoch nicht immer. Nicht, wenn ein Familienrad von einem oder einer der miteinander Verwandten, Freund oder Freundin der Familie... gerade genutzt wird.

Auch die arabische Kultur kennt individuellen Besitz, ohne Zweifel (!), dennoch sind das Wir und die Familie wichtiger als jedes Ich.

Sprache als Indikator?

Donnerstag, 17. März 2016

Leipziger Buchmesse 2016

Flucht und Vertreibung 
hat sie als Schwerpunkt.
Nomen est omen.
Ankunft und Obdach
wären human. 

FÜR DAS WORT UND DIE FREIHEIT

Zum Auftakt der diesjährigen Leipziger Buchmesse erhoben sich Mitglieder des Börsenvereins des deutschen Buchhandels von ihren Plätzen und hielten Plakate hoch mit der Aufschrift: FÜR DAS WORT UND DIE FREIHEIT - ein medienstarker Auftritt.
ein Zeichen setzen
mit der Macht des Bildes,
denn Zensur folgt der Angst
vor Veränderung durch Wissen,
sagen die einen.
Andere indes erinnern
an Unwissenheit.
Auch Dummheit hat Worte,
leider, und brüllt längst,
während der Klügere
noch nachgibt.

Oder bilden Wort und Freiheit
eine Einheit?
Wort nur,
wenn es frei bedeutet?

Doch dann das:
Wochenzeitung „Junge Freiheit“
sowie Magazin „Compact“ -
beide rechts -
stellen aus.

Abraham Lincoln seinerzeit:
Die Welt hat nie eine gute Erklärung
für das Wort Freiheit gefunden.

Donnerstag, 27. August 2015

#mundaufmachen - So muss Werbung!


Es ist letztlich „nur“ Produktwerbung und vermutlich gibt es keine Bonbons in Verpackungen mit diesem Aufdruck zu kaufen, was ich bedauere, denn ich würde Dutzende davon erwerben und im kommenden Herbst an Hustende verteilen, aber sie ist gut. Gute Werbung bedeutet nicht zuletzt: (sich zu) Farbe bekennen. Fisherman's Friend tut dies öfter. Zum Christopher Street Day hieß es: Sind sie zu pride, bist du zu prüde.

Sonntag, 9. November 2014

Grenze zwischen Lichtkunst und Licht oder wie (politisch inkorrekt) darf Kunst sein?

Mondbeschienenes Element der sog. Lichtgrenze auf der Bösebrücke zwischen Prenzlauer Berg und Wedding, fotografiert am 08.11.2014 gegen 19:30 Uhr, vs. Laterne im Volkspark Rehberge, fotografiert am Vortag gegen Mittag 













Beide eint ein formschönes (DDR-Sprache) und innovatives (BRD-Sprache) Design.

Indes überwiegen die Unterschiede:

- unökonomischer Einweg: Lichtinstallation vom 07. bis 09. November <-> die Frage ausklammernd, woher der wie produzierte Strom bezogen wird, ökonomischerer Mehrweg: Laterne von der Installation bis zur wartungsresistenten Materialermüdung

- Mittelding zwischen l'art pour l'art und Kunst in staatlichem Interesse <-> angewandte Kunst

- Ablenken von Mauern andernorts <-> Licht ins Dunkel bringen

- ...

Sonntag, 22. September 2013

Können Sie deutsch?

Die BILD hat erneut mit Gratis-Exemplaren um sich geworfen, um nicht zu behaupten, ihre Noch-nicht-und-hoffentlich-nie-Leser damit bedroht, zumindest jedoch zu bedrohen versucht:


Mein Kommentar dazu steht in der Titelzeile.

Sonntag, 16. September 2012

Gerechtigkeitslücke

Sehr geehrte Frau Ursula von der Leyen,

hinsichtlich bestehender und drohender Altersarmut von Gerechtigkeitslücke zu sprechen ist ein Euphemismus par excellence, das passende Wort dafür lautet Ungerechtigkeit, aber abgesehen davon... Was soll das jetzt? Ist doch gar nicht Sommer. Welches Loch, äh, welche Materielücke gilt es denn zu stopfen?

Muss uns jetzt über alle Nachrichtenkanäle mitgeteilt werden, dass auch im Alter arm sein wird, wer es zuvor schon war?

Menschen, die vor Erreichen des Rentenalters materiell abgesichert waren, betrifft ihr Modell Zuschuss-Rente kaum.

Und dem Niedriglohnarbeiter, der mindestens 45 Jahre gesetzlich rentenversichert war bzw. mindestens 35 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt und zusätzlich – wovon eigentlich? – mindestens 5 Jahre privat vorgesorgt hat, wird sein erworbener Rentenanspruch entweder verdoppelt oder auf 850,- € monatlich aufgestockt, je nachdem, was weniger ist. Mit geringfügig mehr als dem Existenzminimum sowohl auf ausreichende ärztliche Versorgung als auch auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verzichten zu müssen finden Sie würdevoll?


Sie nehmen die bekannten Brosamen-Stücke als Rohstoff für die Zuschuss-Brücke, diese Möchtegern-Krücke, die zwar hält, was sie verspricht, nicht jedoch, was Sie versprechen. Das sind aus der Mücke Elefanten? Wohl kaum!

Gebt uns nichts aus dem Zuschuss-Behälter in der Zeit kurz vorm Sterben, sondern vorher Arbeitgeber, die zur Arbeit auch Gehälter geben für das Leben.

...

Donnerstag, 12. April 2012

Gefälschte DDR-Sprache

  • Rauhfutter verzehrende Großvieheinheit, 
  • geflügelte Jahresendpuppe, 
  • Frühjahrshohlkörper 
sagte man in der DDR. Angeblich. Jedenfalls wird das in westlichen Publikationen zur DDR-Sprache zuweilen behauptet. Als ich DDR-Bürgerin war, habe ich – anlassbezogen – Kuh, Engel oder Schokoladenosterhase gesagt bzw. andere DDR-Bürger so sagen hören. Und auch daran, in der Zeitung – ich war ND-Leserin – beispielsweise von Frühjahrshohlkörpern gelesen zu haben, kann ich mich nicht erinnern. Eher hieß es dort, die Produktion an Ostersüßwaren sei übererfüllt worden, so dass man in befreundete Bruderländer habe exportieren können.

Freitag, 27. Januar 2012

Der Volksduden

Das Wörterbuch von BILD - einfach, kompakt, billig - ist erschienen und mir wird übel. Die Parallele zur Volksgemeinschaft des Dritten Reiches mit Volksprodukten wie
- Volkswagen
- Volksempfänger
- Volkskühlschrank...
drängt sich auf.

Der BILD-Duden fürs Volk enthält 35.000 weniger Einträge als das Duden-Standardwerk... Und die Zahl der vom Aussterben bedrohten Wörter steigt stetig*.

* Wurden "stet" und "stetig" gestrichen?