Auf nichts Unumstößliches stoßen Leserinnen und Leser in diesem Blog. Alles ist Überlegung, nichts Überlegenheit. Standpunkte sind springende Punkte und Punktlandungen selten.
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Samstag, 5. März 2016

Kaffeeuntertasse

Einst stieß ein Tölpel an den Tisch,
auf dem frisch
gebrühter Kaffee stand,
der daraufhin am Tassenrand
überschwappte,
wobei ihn ertappte,
wer trinken wollte,
wütend mit den Augen rollte
und fluchte: „Ich hasse
Kaffee unter Tasse!“


Untertassen allgemein, also ohne Bezug zu Kaffee, sind auch an anderer Stelle erwähnt.

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Fällt mir jenseits von Unsinn noch mal etwas ein? Momentan sieht es nicht danach aus.

Sonntag, 28. Februar 2016

Hauptüberschrift

Einst saß er in der Redaktion,
man sah ihn sich die Haare raufen.
Viel fiel ihm ein,
doch lange kein
Aufmacher -
nicht zwingend wichtig,
nicht zwingend richtig,
halt irgendeine Sensation
als Motivation,
die Zeitung zu kaufen
und aufzumachen. Was konnte das sein?
Ein Mittel gegen Langeweile?
Er suchte und fand keine Titelzeile.
Fast sank schon sein Kopf gen Tastatur,
als der Gedanke ihn durchfuhr:
Selbstreflexion.
Bis fast Redaktionsschluss, also Deadline,
beschrieb er dann Titelseiten-Kracher,
sich als den Macher
sowie das Layout als Rotstift-Gift
und kürte sich in der Headline
zum Haupt über Schrift.

Dienstag, 16. Februar 2016

Sonnenaufgang

Einst stand früh die Sonne auf
und nahm ihren Himmelslauf,
wobei sie durch die Fensterscheibe
des Ateliers im Dachgeschoss
auf eine Leinwand sich ergoss
mit heller Farbenspielerei
und rückte arg zu Leibe
dem Maler. Dieser neigt zu Kinderei,
kopiert die Wärme - eins, zwei, drei -
viele, viele Male,
bis ihm ernsthaft angst und bang
wird: Wohin mit dem Gemale?
Auf den Gang schiebt er die Sonnen -
wie gewonnen, so zerronnen? -
schwungvoll aus dem Saale
und verflucht Gott und die Welt,
verdient jedoch gut Geld
mit "Sonnen auf Gang".

Sonntag, 14. Februar 2016

Brotaufstrich

Einst saß ein Kind so still für sich
am Tisch und ritzte einen Strich
hinein. Derweil im Ofen buk ein Brot –
verhindernd schlimme Hungersnot.
Das Brot alsbald ward frisch
und knusprig auf den Strich im Tisch
gelegt. Dies ergab fein säuberlich
ein Brot auf Strich.

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Zu viel Ringelnatz gelesen?