Wenn ich mit anderen über meine berufliche Tätigkeit spreche und keineswegs geheimhalte, dass ich mit meinen Schützlingen die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnittenen Schutzräume bevorzugt verlasse, mich mit ihnen also in medias res und die freie Wildbahn begebe, werde ich nicht selten sogar von Menschen, die sich für tolerant halten, gefragt, ob es mir denn nichts ausmache, von anderen immer so entsetzt angestarrt zu werden, weil ja einige derer, die ich hie und da ein Stück durch ihr Leben begleite, nicht einfach nur körperlich oder kognitiv eingeschränkt, sondern obendrein abstoßend hässlich seien, und dann verschlägt es mir nicht selten die Sprache, so dass es mir sprachlos, wie ich dann bin, noch leichter als ohnehin fällt, die Perspektive zu wechseln und das Leben aus Sicht derer zu betrachten, die zwar – jeder auf seine Weise – verstehen, aber nicht immer selbst sprechen:
Lassen wir all jene, denen Äußerlichkeiten und Fassaden so wichtig sind, doch starren! Vielleicht werden sie irgendwann sehend, zu wünschen wäre es ihnen, aber wahrscheinlich müssten sie dazu erst erblinden.
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